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Bike Reviere Meranerland

Spannende Touren von früh im Jahr bis spät in der Saison
 

Das Meranerland ist kein "Bike Revier aus einem Guss", sondern besteht aus vielen kleinen Bike Spots mit unterschiedlichen Charakteren. So findet sich fast ganzjährig immer eine attraktive Tour.

 
 

Das "Meranerland" ist keine in sich homogene Region, sondern ein Konglomerat verschiedener Täler mit teils beträchtlichen Unterschieden. Das Meranerland im Ganzen zu betrachten würde den vielfältigen Möglichkeiten und dem großen Abwechslungsreichtum also kaum gerecht - ein differenzierter Blick lohnt in diesem Falle unbedingt.

Tatsächlich macht das Etschtal bei Meran einen Knick und bildet einen weiten, nach Süden hin offenen Talkessel. Die im Westen angrenzende Region um Naturns zählt geografisch zwar noch zum Vinschgau, verwaltungstechnisch aber schon zu Meran. Im Norden bilden die beiden Hochgebirgstäler Schnalstal und Passeiertal den Anschluss zum Alpenhauptkamm.

Im Süden von Meran zählen rechterhand der Etsch die Hochebene von Hafling zum Meranerland. Linkerhand zweigt wiederum auf Höhe von Lana das Ultental vom Etschtal ab. Letzteres verläuft parallel zum Vinschgau und grenzt im Talschluss an den Stilfserjoch Nationalpark.

Bike Spots und Ferienregionen im Meraner Land

Meran und Etschtal

Tourenbiker finden direkt im Talkessel von Meran eher leichtere Genuss- und Crosscountry Touren vor, von denen die meisten einen hohen Asphalt Anteil bieten. Aufgrund besagten Klimas können diese bereits früh im Jahr, bzw bis weit in den November hinein gefahren werden. Im Sommer dagegen wird es im Talkessel sehr heiß und oft schwül. Dann bietet sich ein Ausweichen in die höheren Regionen an.

Dabei helfen auch einige Seilbahnen, die wiederum für Freerider interessantes Terrain erschließen.

Hafling

Die Ferienregion oberhalb von Meran ist für ihre "Haflinger" Pferde weltberühmt. Diese haben auch ihren Effekt auf den Mountainbike Charakter des Reviers: Auf den Hochweiden oberhalb der Baumgrenze gehen viele Trails ursprünglich auf die Trampelpfade der Pferde zurück. Nicht selten verlaufen viele Pfadspuren parallel, so dass man sich seine eigene Linie selbst suchen muss oder kann. Unterhalb der Baumgrenze ist das Revier gut durch Schotterstraßen erschlossen. Die Trails sind hier nicht selten verwurzelt und werden technisch etwas anspruchsvoller. Topografisch hat dieses Revier eher einen Mittelgebirgscharakter, angereichert allerdings durch tolle Panoramablicke auf die Dolomiten und den Alpenhauptkamm.

Ultental

Das Ultental gehört zu den am ursprünglichsten gebliebenen Tälern Südtirols. Uralte, mit Holzschindeln gedeckte Bauernhäuser sind für das Ultental charakteristisch, Bausünden sind dem Tal weitgehend erspart geblieben. Das Ultental zweigt bei Lana vom Etschtal ab und grenzt im Westen an den Stilfserjoch Nationalpark an. Allerdings schirmt der Ortler das Ultental nicht gegen Niederschläge ab. Das Ultental ist insgesamt also wesentlich grüner und bewaldeter als der Rest des Meraner Landes.

Mountainbiker finden hier ein gut ausgebautes Netz an Forstwegen vor. Interessant wird das Ultental aber vor allem eher wegen seiner Trails. Einige davon sind wahre Leckerbissen und vereinen Flow mit Panoramablicken zu einem tollen Hochgebirgsambiente. Wurzeln und Blöcke sind auf diesen Trails allerdings häufig anzutreffen. Der typische Ultener Trail ist daher technisch eher anspruchsvoll und wird vor allem versierte Allmountain Biker begeistern.

Naturns

Geografisch gehört Naturns im Grunde noch zum Vinschgau. Verwaltungstechnisch ist es noch dem Meranerland zuzuordnen. In Sachen Klima gelten dieselben Aussagen wie für den Vinschgau: Viel Sonne, wenig Niederschläge. Dazu ein sehr trockener "Sonnenberg" und ein bewaldeter "Nördersberg". Allerdings wird das Tal um Naturns etwas enger, und die Bergflanken steigen steiler auf. Dementsprechend finden sich hier zwar immer noch viele Tourenmöglichkeiten, die Dichte an lohnenden Trails nimmt aber verglichen mit dem Vinschgau  ab.

Schenna und Passeiertal

Das Passeiertal schließt direkt im Norden an Meran an. Bei Rennradlern wie Motorradfahrern beliebt sind die beiden Passübergänge über das Timmelsjoch ins Ötztal und über den Jauffenpass nach Sterzing.

Für Mountainbiker interessant ist insbesondere die Region um Schenna. Hier findet sich auch eine Bikeschule mit geführten Touren. Der Talschluss des Passeiertales ist zwar landschaftlich sehr attraktiv, bietet für Mountainbiker aber nur wenige Möglichkeiten. Hier finden sich überwiegend geteerte Straßen oder alsbald endende Forstwege, die sich nur schwierig zu Rundkursen verbinden lassen. Zudem sind interessante Trails leider Mangelware.