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Traumziel für Höhenmeterfresser

Die Militärwege am Grappa lassen beliebig lange Runden zu
 

Wen lange Anstiege nicht schrecken, für den ist der Monte Grappa ideal. Auf dem Netz aus Militärstraßen lassen sich die Länge der Touren und die konditionelle Belastung perfekt steuern.

 
Flowige Trails zum Training
 

Es ist leicht, den Monte Grappa zu unterschätzen. Sein Gipfel bringt es gerade einmal auf 1775 Meter Meereshöhe. Dagegen liegt Bassano del Grappa auf 129 Metern. Und damit ergibt sich ein Höhenunterschied, der sich auch in den zentralen Alpen sehen lassen kann.

Aus dem Tal betrachtet scheint der Anstieg überschaubar. Kein Wunder: Wie eine gigantische Torte überwindet der erste Aufschwung des Grappa knapp 1000 Höhenmeter in einem Rutsch. Der eigentliche Gipfel aber ist ein Stück weit zurück versetzt und daher vom Tal aus unsichtbar. Allerdings packt er dann nochmals knapp 700 Höhenmeter Anstieg drauf. Kein Wunder dass der Anstieg zum Gipfel des Monte Grappa allgemein gefürchtet ist. Crosscountry-Touren, die den kompletten Höhenunterschied überwinden sind hartes Brot, das nur sehr gut trainierte Biker kauen können.

 

Scheibchenweise

Wer nicht gleich die ganz große Packung kaufen will, kann sich den Monte Grappa aber auch hervorragend portionieren. So lässt sich vom Tal weg die erste Ebene als Tourenziel ansteuern. Dies ist alles andere als ein fauler Kompromiss. Schließlich führen von dort zahlreiche Militärtrails nach unten, die in Kombination mit dem Anstieg durchaus eine runde, in sich abgeschlossene Tour ergeben.

Variante 2 sieht vor die ersten 1000 Höhenmeter mit dem Auto zu überwinden und die Tour oben zu starten. Damit öffnet man sich die Tour zu sehr entspannten Panoramatouren, die sich auch für weniger gut trainierte Biker oder sogar für Anfänger eignen.

 

Fazit: Mit etwas Phantasie lässt sich am Monte Grappa von der Einsteigertour bis zum Bike-Marathon-Hammer jedes Touren-Extrem und alle erdenklichen Zwischenschattierungen realisieren. Und das von März weg bis weit in den November hinein.