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Der Stoneman Trail

Die besten Spots der Sextener Dolomiten auf einen Schlag
 

Die permanente Marathonstrecke des Ex Marathon Weltmeisters Roland Stauder ist inzwischen ein Exportschlager. Sextener Dolomiten sind die Heimat des Originals.

 
 

 

Nach zehn Profijahren inklusive Marathon-Weltcup- und Transalp-Challenge-Gewinn kam dem Pustertaler Roland Stauder die Idee zum "Stoneman-Trail". Als permanente Marathonstrecke mit 116 Kilometern Länge und insgesamt mehr als 4000 Höhenmetern lassen sich auf dem Stoneman in kürzester Zeit die lohnendsten Mountainbike-Spots rund um Sexten und das Hochpustertal "abknipsen".

Überwiegend bewegt man sich dabei auf Südtiroler Boden - mit Abstechern nach Österreich und ins angrenzende Veneto. Das Prinzip: unterwegs finden sich fünf Stempelstellen, mit denen sich die absolvierte Strecke belegen lässt. Wer es schafft, bekommt eine Original-Stoneman-Trophäe in Gold, Silber oder Bronze überreicht. Marathon-untypisch gibt es dabei keine Zeitnahme.

 

Gezählt wird lediglich wie viele Tage man benötigt um die fünf Kontrollpunkte abzuhaken. 2012 holten sich immerhin 268 Finisher ihren goldenen Steinmann ab - und zogen die gesamte Strecke an einem einzigen Kalendertag durch. In drei Tagen gefahren - dafür gibt's Bronze - lassen sich zusätzlich noch die Landschaftseindrücke und Strecken des Stoneman so richtig genießen.

Von Toblach aus schraubt sich etwa die alte Militärstraße zum Markinkele nach oben. Die Straße ist die kleine Schwester des Brenner Grenzkamms. Nur halt ohne rabiate Bauern und mit dem Blick auf die Drei Zinnen statt auf die Autobahn.

Gegenüber bringt der steile Anstieg zur Sillianer Hütte selbst Marathon-Ass Roland an sein Limit. Wer neben der konditionellen auch die technische Herausforderung sucht, den erwartet hier ein echtes Schmankerl. Abenteuerliche Kriegssteige balancieren über die Demuthpassage, den Kniebergsattel und die Costa della Spina bis hinüber nach Comelico (siehe Tour "Demuthpassage und Monte Spina").

Mit dem Rückweg über Kreuzbergsattel und Rotwandwiesen wartet dort die letzte Prüfung - und bringt den Biker nochmals auf Tuchfühlung mit Dolomiten-Panoramen wie aus dem Bilderbuch. "Ich hatte schon einen Gast, der sich hinterher das Stoneman-Logo tätowieren lassen wollte", erzählt Roland. "Oder einen harten Kerl - von Beruf Metzger - dem an der letzten Stempelstelle die Tränen gekommen sind."

Kein Wunder, dass sich schon seit längerem andere Tourismus-Regionen für das Stoneman-Konzept interessieren. Der "Stoneman Miriquidi" im Erzgebirge steht in den Startlöchern, und auch mit anderen Regionen ist Roland in Verhandlung. Dem sympathischen Pustertaler ist zu wünschen, dass er zukünftig öfter mal woanders zum biken kommt ...

Fazit: Für Biker mit guten Beinen und/oder Race-Ambitionen ist der Stoneman eine heiße Nummer. Doch auch wenn man es gemütlich angeht: eine lohnende Strecke ist dies allemal. Natürlich kann man den Stoneman auch fahren, ohne ein Starter-Package kaufen zu müssen (ein Großteil der Strecke ist auf dieser Webseite beschrieben). Die Initiative von Roland Stauder ist aber absolut unterstützenswert. Der Mann investiert so viel Herzblut und Arbeitszeit in die Unterhaltung "seines Babies", dass er unseren Support allemal verdient hat.


Mehr Infos und Anmeldung unter www.stoneman.it